Dundgobi -Aimag
(vorgestellt von: Frau Tserennadmid, E.)

Der Dundgobi Aimag wurde im Jahre 1942 in Embuu Dersen Us gegründet. Ein Jahr
später erfolgte der Umzug an den jetzigen Platz in Mandal Gobi. Damals bestand
er aus einigen wenigen Soums (Untereinheit eines Aimag) aus Uvurkhangai-, Tuv-,
Dornogobi- und Umnugobi Aimag. Heute wird der Dundgobi Aimag eingeteilt in 15
Soums und 73 Bag. Im Jahr 2002 feierte der Aimag sein 60. Jubiläum.
Geographie:

Diese Provinz ist 270 km entfernt von Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei.
Seine Gesamtfläche beträgt 74.000 km2, ist also genauso groß wir Belgien und
Dänemark. Der Aimag liegt im Steppen- und dem Gobi-Gebiet der südlichen Mongolei.
Es gibt viele Sehenswürdigkeiten und historische Orte dort: Delgerkhangai,
Grosses- und Kleines Steingebirge, Öosh Sanddüne, Sum khuk Burd Ruine und Oase
und den Ongi Fluss - dieses alles liegt mehr als 1539 m über dem Meeresspiegel.
Tsagaan Suvraga (Canyon) in Ölziit Soum war in der früheren Zeit von Meer
bedeckt. Jetzt gibt es dort Kurorte für Menschen mit Nieren- und Rückenleiden.
Am Khuren Hügel finden man Überreste von Dinosauriern.
Der Aimag hat eine große Artenvielfalt an Tieren (Wildziege, Wildschaf, etc.) im
Gebirge einschl. einer reichen Vogelwelt und zahlreiche mineralische
Bodenschätze (Uran in Kharaat, Gold in Khöot, Braunkohle in den Shivee-Hügeln,
Eisen etc.) im Steppenland und dem Wüstengebiet der Gobi.
Demographie:
Dundgobi Aimag hat 51.500 Einwohner. Durchschnittliche Einwohnerzahl in einem
Soum ist rund 2.500, manche von diesen sind Viehzüchter. Es gibt mehr Mobilität
seit 1990, so dass einige Einwohner des Aimag-Zentrums in die Hauptstadt der
Mongolei und größere Städte wie Darkhan und Erdenet umgezogen sind und
Soum-Einwohner in das Aimag-Zentrum nachgezogen sind. Die Ursache der Mobilität
unter der Bevölkerung liegt in den wirtschaftlichen Reformen in der Mongolei
begründet mit z.B. sinkendem Viehbestand in diesem Gebiet und einer steigenden
Arbeitslosigkeit.
Die Besonderheit des Dundgobi Aimag ist, dass es die Heimat von den berühmten
Longsongsängern (traditionelles Lang-Lied der Mongolei), Pferdkopfgeigenspielern,
Schauspielern und Wirtschaftwissenschaftlern sowie Literaten ist.
Wirtschaftsstruktur:
Den wirtschaftliche Schwerpunkt bilden Klein- und Mittelbetriebe, die seit 1991
von Privatpersonen in Dundgobi Aimag gegründet wurden, um sich der sozialen und
wirtschaftlichen Transformation anzupassen. Marktwirtschaft ist sehr neu für die
lokalen Einwohner und es dauert lange, diese umzusetzen.
Die Aimag-Wirtschaft ist abhängig von der Viehwirtschaft. Manche Unternehmen und
Geschäfte beschäftigen sich mit Einzel- und Großhandel für Rohstoffe (Leder,
Filz, Kaschmir, Wolle), Nährungsmittel und Waren von der Hauptstadt. Solche
Handelsgeschäfte laufen gut, aber dennoch sollten Produktion und Dienstleistung
ausgeweitet werden. Das Jahr 2003 wird als das Jahr des Tourismus bezeichnet. Es
wird daher hilfreich sein, Tourismusunternehmen weiter zu entwickeln.
Der Aimag hatte im Jahr 2000 rund 1,8 Mio. Stück Vieh, vorwiegend Kamele, Pferde,
Rinder, Schafe und Ziegen. Erdenedalai Soum war früher ein der reichsten
Viehregionen in der Mongolei. Durch harte Schneekatastrophen in den letzten zwei
Jahren haben viele Viehzüchter ihr Vieh verloren.
Importe und Exporte:
Geschäftsleute führen vor allem Rohstoffe nach China über die Zollämter in
Zamiin-Uud (Dornogobi Aimag) und in Gashuun Suchait (Umnugobi Aimag) aus. Fast
alle Produkte werden nach China und Rußland exportiert. Es werden weniger
Nahrungsmittel importiert.
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