Kooperationsmöglichkeiten mit der Mongolei
Das Entwicklungspotential der Mongolei ist trotz der zur Zeit bestehenden Probleme durchaus positiv zu beurteilen, da:
umfangreiche, noch weitgehend ungenutzte Bodenschätze vorhanden sind (z.B. Kohle, Flussspat, Kalk, Erdöl usw.)
die sehr bedeutende traditionelle Viehwirtschaft (rund 36 Mio. Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Kamele) ein großes Potential für Weiterverarbeitung darstellt
die Möglichkeiten der kleinindustriellen und handwerklichen Produktion bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind
die bevölkerungsreichen Nachbarländer wie China und Russland potentielle Absatzmärkte darstellen
das Ausbildungsniveau der Bevölkerung insgesamt recht hoch ist (z.B. haben 30.000 mongolische Fachkräfte in der ehemaligen DDR studiert)
Eine gute Basis für geschäftliche Kooperationen zwischen deutschen und mongolischen Firmen stellt eine Vielzahl positiver Rahmenbedingungen für geschäftliche Aktivitäten in der Mongolei dar:
Durch mongolische Verfassung und Investitionsgesetz garantierter Schutz von Investitionen (Investitionsschutzabkommen)
Doppelbesteuerungsabkommen
Gründung 100%-iger Tochtergesellschaften möglich, freier Gewinntransfer, teilweise starke Steuerbegünstigungen bei Investitionen
Spezielle EU-Förderprogramme für Planung, Investitionen und Fortbildung
Förderungsprogramme der Bundesregierung bei Planung, Fortbildung, Finanzierung von Investitionsgütern
Deutsche Sprache verbreitet
Guter technischer Ausbildungsstand (allein 1999 waren über 500 Mongolen zum Studium in Deutschland)
Präferenzen bei Einfuhren aus der Mongolei in viele Staaten (EU, USA usw.)
Westlich orientierte mongolische Mentalität
Niedrige Lohnkosten bei guter Produktivität
Steuer- und Zollvergünstigungen
Freier Kapitalverkehr
Neue Märkte in China und Sibirien
Es bieten sich zahlreiche
Ansatzpunkte für deutsch-mongolische Kooperationen:
Exportmöglichkeiten aus der Mongolei
Mineralien (Kupfer und Molybdän, Gold, Schmucksteine)
Produkte aus Naturfasern (Kaschmirwolle, Kamelwolle, Yak- und Pferdehaare)
Lederprodukte
Spezialprodukte wie Yak-Käse, Därme, Murmeltierfett
Auch Liefermöglichkeiten
in die Mongolei bestehen:
Investitionsgüter (Maschinen für Industrie, Fahrzeuge, Energieanlagen, Kommunikation)
Hilfs- und Betriebsstoffe, Zulieferteile, Hilfsstoffe
Konsumgüter (Nahrungsmittel, technische Geräte, Luxusartikel)
Investitionsmöglichkeiten
bieten verschiedene Bereiche:
Abbau und Verarbeitung von Mineralien
Be- und Verarbeitung von Kaschmirwolle
Herstellung von Spezialprodukten aus Naturfasern (z.B. Decken, Winterkleidung)
Produktion handgewebter Teppiche
Herstellung hochwertiger Lederprodukte
Aufbereitung und Sortierung von Därmen
Holzbe- und -verarbeitung
Herstellung von Baumaterial
Aufbau von Tourismusprojekten (Camps, Hotels, Restaurants)
(c) InWEnt, (c) InWEnt, APPLICATIO (2002)