Warum ein Fortbildungsprogramm Mongolei?

 

Der Wandlungsprozess von einer zentralistisch gelenkten Planwirtschaft zu einer sozialen Marktwirtschaft stellt eine große Herausforderung dar. Trotz der damit verbundenen Schwierigkeiten und Probleme sind in der Mongolei generell gute Voraussetzungen für eine günstige wirtschaftliche Entwicklung vorhanden. Um den direkten Problemen begegnen und eine positive Wirtschaftsentwicklung weiter forcieren zu können, benötigt die Mongolei mehr qualifizierte Fachleute im Bereich der Marktwirtschaft.

Die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt) führte - im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) - bereits 1993 ein Fortbildungsprogramm "Außenhandel in der Marktwirtschaft - Mongolei" durch, das im Oktober 1994 erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Noch während der Durchführung dieses Programms wurde das Fortbildungsprogramm "Management-Training Mongolei" initiiert, das in erster Linie auf die Verbesserung privatwirtschaftlicher, unternehmensinterner Strukturen wie Management, Organisation und Planung - speziell im industriellen Sektor - abzielt und damit die Umstrukturierung von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft unterstützt.

Die Teilnehmer sollen nach Beendigung des Fortbildungsprogramms die notwendigen Techniken von Management, Organisation und Planung im industriellen Sektor beherrschen und marktwirtschaftlich agieren können. Sie sollen ferner in der Lage sein, die erworbenen Kenntnisse in ihrem Heimatland eigenständig weiterzuvermitteln. Auf diese Weise soll ein Beitrag geleistet werden, Know-how in die Mongolei zu transferieren und das Potential an qualifizierten Fachexperten kontinuierlich auszubauen.

In den bisherigen acht Durchläufen absolvierten 151 Mitarbeiter/innen aus privaten Produktions-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie aus Förderinstitutionen der Privatwirtschaft das Fortbildungsprogramm sehr erfolgreich. Trotz dieses Erfolges existiert in der Mongolei aber weiterhin ein großer Mangel an Fachkräften vor allem auf dem Lande, der weitere Fortbildungsmaßnahmen erforderlich macht. Das neue Fortbildungsprogramm soll dazu beitragen, dieses Defizit weiter zu reduzieren.

Neben Sprachkurs, streng praxisorientierten Fachseminaren und einer abschließenden Projektarbeit stellt auch das Praktikum einen wichtigen Teil der Fortbildung dar. Von einem Praktikum können beide beteiligten Parteien profitieren, was sich in der Vergangenheit bei ähnlichen Programmen vielfach bestätigt hat: Während die mongolischen Stipendiaten Gelegenheit haben, am Tagesgeschäft der Firmen oder Institutionen in Deutschland aktiv mitzuwirken, verfügen diese ihrerseits nun über Kontakte in die Mongolei, die eine Chance für die Initiierung von Geschäftsbeziehungen bieten und nicht selten die Basis langjähriger Zusammenarbeit bilden.

Mit der Zeit wurde der Anteil der Fortbildung, der bereits in der Mongolei stattfindet, weiter ausgebaut. Nicht nur der größte Teil der sprachlichen Ausbildung, sondern auch die Vermittlung von Grundlagenwissen im Bereich Betriebs- und Volkswirtschaft werden in der Mongolei vom Verein ehemaliger Stipendiaten der InWEnt (InWEnt-Mongolia Alumni Association) durchgeführt. Dieses stellt sicher, dass die Nachhaltigkeit des Fortbildungsprogramms - auch über ein mögliches Ende der Programme hinaus - dann durch mongolische Institutionen garantiert wird.

Fachpartner der InWEnt für das Fortbildungsprogramm "Management-Training Mongolei" ist die APPLICATIO Training & Management GmbH mit ihrer Fachabteilung International Management & Marketing Academy (I.M.M.A.).


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